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Giuseppe Verdi: Luisa Miller

Seinen Einstand als Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters gab Ivan Repušić am 24. September 2017 mit einer konzertanten Aufführung von Giuseppe Verdis Oper „Luisa Miller“ mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks im Prinzregententheater. Für die Titelpartie der tragischen Oper nach Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“ konnte die lettische Sopranistin Marina Rebeka – Artist in Residence des Orchesters in der Saison 2017/18 – gewonnen werden.

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Giuseppe Verdi
Luisa Miller

 

Marina Rebeka Luisa Miller (Sopran)
Corinna Scheurle Laura (Mezzosopran)
Judit Kutasi Federica (Mezzosopran)
Ivan Magrì Rodolfo (Tenor)

Chor des Bayerischen Rundfunks
Howard Arman, Einstudierung

Münchner Rundfunkorchester

Ivan Repušić

Leitung

CD, BR-KLASSIK, 900154
Booklet: Deutsch / Englisch
Total time: CD 1: 56’40, CD 2: ca. 77’50

Verdis Meisterwerk entstand im Verlauf des Jahres 1849 in Paris und Busseto, wurde in Neapel vollendet und am 8. Dezember 1849 am dortigen Teatro San Carlo uraufgeführt – nur anderthalb Jahre vor dem Welterfolg „Rigoletto“ und gut drei Jahre vor „Il trovatore“ und „La traviata“, jenen drei Opern seiner mittleren Schaffensperiode, die als „trilogia popolare“ den internationalen Ruhm des italienischen Opernkomponisten begründeten. Schillers Trauerspiel handelt von der tragischen Liebe des Adligen Ferdinand (in der Oper Rodolfo) zur Musikertochter Luise Miller, die aufgrund einer furchtbaren höfischen Intrige zerbricht, was schließlich beide in den Tod treibt. Für die Einrichtung als Oper arbeitete Verdi eng mit seinem Librettisten Salvadore Cammarano zusammen; beide waren von Schillers tableauhafter Dramaturgie fasziniert, die ihrem eigenen Anliegen einer „epischen Dramatik“ entgegenkam. Die Tragödie wurde in drei Akte zusammengefasst, die mit den Titeln „Amore“ (Liebe), „Intrigo“ (Kabale) und „Veleno“ (Gift) überschrieben sind. Die Uraufführung war erfolgreich, das Werk setzte sich bald durch und ist bis heute Bestandteil des internationalen Opernspielplans.

In der konzertanten Aufführung (in der italienischen Originalsprache) im Münchner Prinzregententheater gab Marina Rebeka ihr Rollendebüt als Luisa Miller. Sie singt die halsbrecherische Partie technisch perfekt und verleiht ihr blitzende Stimmpracht; Ivan Repušić dirigiert einen echten Theater-Verdi: vital, robust, feurig und höchst lebendig.

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