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John Axelrod dirigiert Barber, Schostakowitsch, Strawinsky

Donnerstag, 28.06.2018
München, Herkulessaal der Residenz

Yannick Nézet-Séguin musste krankheitsbedingt seine Konzerte in München absagen. Dankenswerterweise hat sich der amerikanische Dirigent John Axelrod kurzfristig bereiterklärt, mit einem leicht geänderten Programm einzuspringen. John Axelrod debütiert beim BR-Chor und BRSO.


Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / 4. Abo C
Beginn: 20.00 Uhr

Konzerteinführung: 18.45 Uhr
mit John Axelrod, Moderation: Uta Sailer

Samuel Barber
Adagio for Strings

Streicherfassung, op. 11

Igor Strawinsky
Grabgesang

für großes Orchester, op. 5

Dmitrij Schostakowitsch
Symphonie Nr. 13

für Bass, Männerchor und Orchester b-Moll, op. 113 (Babij Jar)
Mikhail Petrenko   Bass

Choreinstudierung: Michael Gläser

Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
John Axelrod

Hauptwerk des Abends ist die selten aufgeführte 13. Symphonie „Babij Jar“ von Dmitrij Schostakowitsch. Dieser hatte sich zunächst von dem gleichnamigen Gedicht Jewgenij Jewtuschenkos anregen lassen, das an das Massaker an zehntausenden ukrainischen Juden durch die deutsche Wehrmacht 1941 in der Schlucht Babij Jar bei Kiew gemahnt – und zugleich den russischen Antisemitismus anprangert, der zur Verleugnung des beispiellosen Pogroms führte. Mit vier weiteren Gedichten Jewtuschenkos weitete Schostakowitsch „Babij Jar“ zu einer monumentalen Vokalsymphonie über die Leiden und den Überlebenswitz des sowjetischen Volkes.

Mit einem instrumentalen „Trauergesang“ leitet John Axelrod sein bewegendes Konzert ein: mit dem erst kürzlich wiederentdeckten Jugendwerk von Igor Strawinsky, das über hundert Jahre als verschollen galt. Dieser spätromantische „Chant funèbre“, 1908 zum Gedenken an seinen Lehrer Rimskij-Korsakow geschrieben, klingt nach dem verehrten Mentor – aber vor allem nach Richard Wagner.

DIRIGENT DES ABENDS: John Axelrod

Aktuell ist der Dirigent John Axelrod GMD beim Real Orquesta Sinfónica von Sevilla. Der Amerikaner aus Houston, der schon mit fünf Jahren Klavierunterricht erhielt und später Student bei Leonard Bernstein war, begann seine Karriere am Pult 2001 in Krakau bei der Sinfonietta Cracovia. Bald schon wurde er Chefdirigent beim Luzerner Sinfonieorchester und Musikdirektor beim Luzerner Theater, wo er zahlreiche Opern aufführte wie Viktor Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“, Strawinskys „The Rake’s Progress“, Rossinis „Il barbiere di Siviglia“, Brechts „Dreigroschenoper“, Tschaikowskys „Evgenij Onegin“, die Verdi-Opern „Rigoletto“ und „Falstaff“ sowie die Mozart-Opern „Don Giovanni“ und „Idomeneo“.

Weitere Chefpositionen hatte John Axelrod beim Orchestre National des Pays de la Loire, das in Nantes und Angers beheimatet ist, und beim Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi inne, bevor er 2014 nach Sevilla ging. Er hat inzwischen viele bedeutende Orchester Europas geleitet, u. a. das London Philharmonic Orchestra, das Gewandhausorchester Leipzig, das Orchestre de Paris, die Dresdner Philharmonie, in Japan das NHK Symphony Orchestra und in den USA die Los Angeles Philharmonic, The Philadelphia Orchestra und das Chicago Symphony Orchestra.

Sein überaus breites Repertoire von den Klassikern bis zum Jazz, der gehobenen Unterhaltungsmusik und zur zeitgenössischen Musik weisen auch seine CD-Einspielungen auf: Hector Berlioz’ „Herminie“, „Les nuits d’été“ und Ravels „Shéhérazade“ mit Véronique Gens, die Symphonien von Brahms und Clara Schumanns Lieder mit Nicole Cabell und Indra Thomas auf der CD Brahms Beloved, Antonín Dvořáks Symphonie „Aus der Neuen Welt“, Franz Schreker und Schüler mit dem Bariton Dietrich Henschel, Jazz mit Fazıl Say, Leonard Bernsteins Kaddish, Władysław Szpilmans Klavierkonzerte mit Ewa Kupiec, Wolfgang Rihms „Sotto Voce I und II“ mit dem Pianisten Nicolas Hodges und Rolf Wallins Schlagzeugkonzert mit Martin Grubinger.

Inzwischen veröffentlichte John Axelrod auch die Bücher „Wie großartige Musik entsteht … oder auch nicht – Ansichten eines Dirigenten“ und „Lenny and Me: On Conducting Bernstein’s Symphonies“.

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