Howard Arman

Künstlerischer Leiter des BR-Chores

„Den BR-Chor kenne ich schon so lange, seit ich 27 oder 28 war. Damals leitete ihn Gordon Kember, mit dem ich befreundet war“.

2002 trat Howard Arman erstmals selber ans Pult des Chores und nun steht er ihm als Künstlerischer Leiter zur Seite.

Howard Arman (Foto: Astrid Ackermann)

Vielseitigkeit gehört zu den wichtigsten musikalischen Anliegen des in London geborenen Dirigenten, Chorleiters und Komponisten Howard Arman, der seit Beginn der Saison Künstlerischer Leiter des BR-Chores ist. So profiliert er sich in allen Epochen, Genres und Darbietungsformen der klassischen Musik: vom historisch informierten Barockkonzert über Chorsymphonik und Oper bis hin zu Jazzprogrammen und breitenwirksamen, selbst moderierten Mitsingkonzerten.

Howard Arman ließ sich am Trinity College of Music in London ausbilden, bevor er zunächst mit renommierten englischen Ensembles kooperierte und schon bald seinen Wirkungskreis auf Europa und Israel ausweitete. In Deutschland arbeitete er mit den Chören des NDR, des SWR und des RIAS Berlin zusammen. Längerfristige künstlerische Bindungen ging er von 1983 bis 2000 beim Salzburger Bachchor sowie von 1998 bis 2013 als Künstlerischer Leiter des MDR Rundfunkchores Leipzig ein.

Howard Arman dirigiert (Foto: Astrid Ackermann)

Bereits 1991 trat Howard Arman erstmals im Wiener Musikverein und 1995 bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele in Erscheinung. Neben seinem internationalen Wirken als Chordirigent leitete er vielbeachtete Produktionen an Opernhäusern in Deutschland, Österreich, Italien und in der Schweiz. Für die Neuformierung des Händel-Festspielorchesters anlässlich der Inszenierung von Orlando wurde Howard Arman 1996 mit dem Händel-Preis geehrt. Von 2011 bis Sommer 2016 war er Musikdirektor des Luzerner Theaters, wo er u. a. Purcells „Dido and Aeneas“, Mozarts „Le nozze di Figaro“ und Händels „Hercules“ ebenso wie das Tanztheater „Metamorphosen“ (mit eigenen Kompositionen) und die Uraufführung von Johannes Maria Stauds „Die Antilope“ leitete.

Seine umfangreiche Diskographie enthält u. a. die mit dem ECHO Klassik prämierte Einspielung von Rachmaninows Chorwerk „Großes Abend- und Morgenlob“.

Howard Arman dirigiert de BR-Chor im Prinzregententheater (2015, Foto: Klaus Fleckenstein)

Beim Chor des Bayerischen Rundfunks war Howard Arman seit 2002 immer wieder zu Gast und präsentierte u. a. Händels „Funeral Anthem for Queen Caroline“, Rossinis „Petite messe solennelle“ beim Lucerne Festival sowie das Mitsingkonzert cOHRwürmer, bevor er aufgrund seines Ideenreichtums in der Programmgestaltung, seiner Vielseitigkeit und seiner Erfahrung in vielen Bereichen des Rundfunkwesens zum Künstlerischen Leiter des BR-Chores gekürt wurde.