Chor des Bayerischen Rundfunks 2018 (Foto: Astrid Ackermann)

Chor des Bayerischen Rundfunks

Designierter Chefdirigent Sir Simon Rattle
Künstlerischer Leiter Howard Arman

Aufgrund seiner besonderen klanglichen Homogenität und der stilistischen Vielseitigkeit, die alle Gebiete des Chorgesangs von der mittelalterlichen Motette bis zu zeitgenössischen Werken, vom Oratorium bis zur Oper umfasst, genießt der Chor des Bayerischen Rundfunks höchstes Ansehen in aller Welt. Schwerpunkte bilden dabei große Chorsymphonik, zeitgenössische Vokalmusik sowie die Kooperation mit Originalklang-Ensembles wie Il Giardino Armonico, Concerto Köln und der Akademie für Alte Musik Berlin.

Gastspiele führten den Chor in jüngerer Zeit in die Schweiz zum Lucerne Festival, nach Italien und Frankreich sowie im süddeutschen Raum zum Kissinger Sommer, zum Musikfest ION nach Nürnberg, zu den Fränkischen Musiktagen, zum Mozartfest Würzburg und zum Rheingau Musik Festival. Regelmäßig ist der BR-Chor bei den Salzburger Festspielen und beim Deutschen Mozartfest in Augsburg vertreten. 2017 nahm er an der Einweihung der Hamburger Elbphilharmonie teil.

Europäische Spitzenorchester, darunter die Berliner und Wiener Philharmoniker oder die Sächsische Staatskapelle Dresden schätzen die Zusammenarbeit mit dem BR-Chor. In jüngster Vergangenheit konzertierte der Chor mit Dirigenten wie Giovanni Antonini, Andris Nelsons, Bernard Haitink, Daniel Harding, Yannick Nézet-Séguin, Riccardo Muti, Riccardo Chailly, Robin Ticciati und Iván Fischer sowie mit Herbert Blomstedt und Christian Thielemann.

Der Chor des Bayerischen Rundfunks wurde 1946 gegründet und feiert 2021 sein 75-jähriges Bestehen. Von 2003 bis zu seinem jähen Tod im Dezember 2019 war Mariss Jansons Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Der designierte Nachfolger Sir Simon Rattle wird das Amt im Sommer 2023 übernehmen. Eine eigene erfolgreiche Konzertreihe in München unterhält der BR-Chor seit 1998.

Künstlerischer Leiter des Chores ist Howard Arman.

Bei der musica viva und in den eigenen Abonnementkonzerten profiliert sich der Chor regelmäßig mit Uraufführungen.

Im Sinne des Bildungsauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks engagiert sich der Chor vielfach in pädagogisch ausgerichteten Projekten. So fördert er junge Solisten und Dirigenten mit Engagements bzw. innerhalb des Chordirigierforums und öffnet sich bei den cOHRwürmer-Mitsingkonzerten regelmäßig dem gemeinsamen Musizieren mit Laien. Darüber hinaus erscheinen beim hauseigenen CD-Label BR-KLASSIK regelmäßig große oratorische Werke mit fundierten Werkeinführungen, aktuell mit Mozarts Requiem.

Für seine CD-Einspielungen erhielt der Chor zahlreiche hochrangige Preise, darunter mehrfach den Echo Klassik. Die CD mit Beethovens „Missa solemnis“ unter der Leitung von Bernard Haitink wurde beim Grammy Award 2016 in der Rubrik Best Choral Performance nominiert. Bereits 2015 erfolgte die Auszeichnung mit dem Bayerischen Staatspreis für Musik in der Kategorie Professionelles Musizieren. Die CD mit Mahlers Dritter Symphonie unter der Leitung von Iván Fischer wurde 2018 als Audiophile Mehrkanaleinspielung des Jahres mit einem Opus Klassik geehrt. Die DVD-Edition von Bachs „Johannes-Passion“ wurde vom Preis der deutschen Schallplattenkritik in die Bestenliste 2/2017 aufgenommen. Die CD mit Rachmaninows „Glocken“ erhielt einen Diapason d’or und eine Nominierung für den Grammy 2019 (Best Choral Performance).

Zu den CDs in Zusammenarbeit mit dem Künstlerischen Leiter Howard Arman gehören zwei Ausgaben von „Christmas Surprises“ ebenso wie Händels „Occasional Oratorio“, Bachs Motetten, Mendelssohns groß besetzte Psalmvertonungen, Mozarts c-Moll-Messe und das Requiem sowie das „Stabat mater“ von Dvořák in einer Frühfassung. Unter der Leitung von Giovanni Antonini hat der BR-Chor Haydns „Schöpfung“ zum groß angelegten CD-Zyklus „Haydn 2032“ beigetragen.

Designierter Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks ist Sir Simon Rattle, der sein Amt im Sommer 2023 antreten wird.

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