Rihm-Smolka-Globokar-Cage/Moran: Uraufführungen

Samstag, 11.03.2017
München, Prinzregententheater

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4. Abonnementkonzert

Beginn: 20.00 Uhr
Konzerteinführung um 19.00 Uhr mit Rupert Huber, Martin Smolka, Robert Moran und Vinko Globokar, Moderation: Johann Jahn

Wolfgang Rihm

Missa brevis

für Chor a cappella (Uraufführung, Kompositionsauftrag des BR-Chores)

John Cage / Robert Moran

„Four² + 1“

für acht Stimmgruppen (Uraufführung der Neu-Einrichtung von Robert Moran nach „Four2“ von John Cage)

Martin Smolka

„Laudate, angeli“

für Chor a cappella (Uraufführung, Kompositionsauftrag des BR-Chores)

 

John Cage / Robert Moran

„Four² + 4“

für acht Stimmgruppen (Uraufführung der Neu-Einrichtung von Robert Moran nach „Four2“ von John Cage)

Vinko Globokar

„Kolo ohne elektrifizierte Posaune“

für Chor (Uraufführung)

Rupert Huber

Leitung

 

Ein Konzert mit vier Uraufführungen. Rupert Huber gilt unter den Gastdirigenten des BR-Chores als Spezialist für Neue Musik, für Unkonventionelles und für den musikalischen Blick auf fremde Kulturen. Er präsentiert nicht weniger als vier Uraufführungen in einem Konzert.

Wie so häufig bei John Cage ist die Frage nach dem „wie“ weitgehend den Interpreten überlassen: Solistische, chorische oder szenische Realisierungen stehen zur Auswahl und machen das Erlebnis seiner Musik immer wieder zur Neu-Entdeckung – diesen Gedanken greift Robert Moran (*1937) bei seinen an Cages „Four“ angelehnten Neuschöpfungen auf.

Auch die anderen drei Komponisten sind beim BR-Chor keine Unbekannten mehr, denn von allen hat er bereits Werke aus der Taufe gehoben, so etwa erst jüngst ein Werk des tschechischen Komponisten Martin Smolka bei der musica viva.

Es entbehrt nicht der Ironie, wenn der slowenische Posaunist und Avantgardekomponist Vinko Globokar ein Chorwerk ausdrücklich „ohne Posaune“ gestaltet.

Literatur, Komposition, Philosophie – Wolfgang Rihms Interessen sind überaus vielseitig – geprägt hat er damit die aktuelle Musikkultur wie kaum ein anderer. Sein neuer Beitrag für den BR-Chor trägt zu einer der ältesten Traditionen abendländischer Musik bei: die Vertonung des Messordinariums.