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Beethoven – Missa solemnis

Ursprünglich sollte sie eine Festmesse zur Inthronisation des Erzherzogs Rudolph – einem Klavierschüler Beethovens – zum Erzbischof von Olmütz sein. Doch sie wurde nicht fertig und entwickelte sich bis zu ihrer Vollendung 1823 zu einem Kunstwerk jenseits liturgischer Vorgaben. Mit der Vorrede "Von Herzen – möge es wieder – zu Herzen gehen" steckte Beethoven für seine "Missa solemnis" eine persönliche und doch zu allgemeiner Wahrheit strebende musikalische Ausdeutung des alt ehrwürdigen Mess-Ordinariums ab.

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Alte Satztechniken, Tonarten und traditionelle rhetorische Formeln, aber auch das besinnungsvolle Präludium mit dem großen Violinsolo sowie die mit Militärsignalen eingeleitete Bitte um Frieden im „Agnus Dei“ verbinden sich in groß angelegter Form zu einem einzigartigen Tableau Beethoven’schen Könnens und Denkens – ein Werk, das seit seiner Uraufführung 1824 in Sankt Petersburg in den Konzertsälen der Welt zu Hause ist.

BR-KLASSIK präsentiert mit der Produktion der „Missa solemnis“ ebenso wie bei der zuvor erschienenen CD mit Haydns „Schöpfung“ eine Premiere: die Ersteinspielung von Beethovens „Missa solemnis“ unter der Stabführung von Bernard Haitink, dem Grandseigneur unter den derzeitigen Weltkasse-Dirigenten. Seine Wahl der Klangkörper dazu war nicht zufällig, verbindet ihn doch mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eine über 55-jährige Zusammenarbeit. Hinzu treten der Chor des Bayerischen Rundfunks und ein fein abgestimmtes Solistenensemble, bestehend aus Genia Kühmeier, Elisabeth Kulman, Mark Padmore und Hanno Müller-Brachmann. Bernard Haitink realisiert in dieser Einspielung filigranes, vorwärtsdrängendes Musizieren und lotet die Tiefe der Beethoven’schen Partitur mit großer musikalischer Weisheit in alle Richtungen aus.

Ludwig van Beethoven
„Missa solemnis“
, op. 123
für Soli, Chor und Orchester

01 „Kyrie“ – Assai sostenuto. Mit Andacht
02 „Gloria“ – Allegro vivace
03 „Credo“ – Allegro ma non troppo
04 „Sanctus“ – Adagio. Mit Andacht – Präludium. Sostenuto ma non troppo. Benedictus. Andante molto cantabile e non troppo mosso
05 „Agnus Dei“ –  Adagio

Genia Kühmeier, Sopran
Elisabeth Kulman, Mezzosopran
Mark Padmore, Tenor
Hanno Müller-Brachmann, Bassbariton

Chor des Bayerischen Rundfunks
Peter Dijkstra, Einstudierung

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Anton Barachovsky, Solo-Violine

Bernard Haitink, Leitung

Label und Aufnahme:
Live-Aufnahme: München, Herkulessaal der Residenz 25./26. September 2014
BR-KLASSIK 900130