Sir Simon Rattle dirigiert Haydns »Schöpfung«

Das Einstandskonzert des neuen Chefdirigenten von BR-Chor und BRSO / Gastkonzert in Ottobeuren
Donnerstag
21
September 2023
20.00 Uhr
München, Herkulessaal der Residenz

Konzerteinführung: 18.45 Uhr

Konzert in München
Freitag
22
September 2023
20.00 Uhr
München, Herkulessaal der Residenz

Konzerteinführung: 18.45 Uhr

Konzert in München
Sonntag
24
September 2023
15.00 Uhr
Ottobeuren, Basilika
Gastkonzert

Programm

Joseph Haydn
Die Schöpfung
Oratorium in drei Teilen für Soli, Chor und Orchester, Hob. XXI:2

Mitwirkende

Lucy Crowe Sopran
Benjamin Bruns Tenor
Christian Gerhaher Bariton
Chor des Bayerischen Rundfunks
Peter Dijkstra Einstudierung
Merit Ostermann Mezzosopran
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Sir Simon Rattle Leitung

Das Konzertvideo (Mitschnitt aus Ottobeuren vom 24. Oktober 2023)

Sir Simon Rattle dirigiert Haydns Schöpfung am 21./22.9.2023 im Münchner Herkulessaal. Lucy Crowe, Benjamin BRuns, Christian Gerhaher, BR-Chor, BRSO (Foto: Astrid Ackermann)
Interpreten
Gesangstext

Werkeinführung

Joseph Haydn. Ölgemälde von Thomas Hardy, 1792 (Royal College of Music, London)

Joseph Haydn
31. März 1732 in Rohrau – 31. Mai 1809 in Wien

Die Schöpfung
Oratorium für Soli, Chor und Orchester, Hob. XXI:2
Entstehungszeit: Ende 1796 bis Anfang 1798
Uraufführung: 23. April 1798 im Wiener Stadtpalais des Fürsten Schwarzenberg, zugänglich nur »Standespersonen«. Erstmals öffentlich aufgeführt am 19. März 1799 im Wiener Burgtheater. Es dirigierte Joseph Haydn selbst.

Eine neue Welt entspringt

Von Beginn an gefeiert: Haydns »Schöpfung« – ein musikalisches Meisterwerk aus der Epoche der Aufklärung. Von Jörg Handstein

Am Anfang war der Urknall, aber noch lange herrschte absolute, grenzenlose Schwärze. Nicht einmal Atome gab es: Protonen, leichte Atomkerne und Elektronen schwirrten wild durcheinander, ein ultraheißer und doch vollkommen dunkler Nebel, dem kein einziges Photon entrann. »Eine höllische Welt, lichtlos und von finsteren Wesen bevölkert«, meint der Physiker Guido Tonelli. In seinem Bestseller Genesis erzählt er die Geschichte des Universums wissenschaftlich korrekt, doch den entscheidenden Moment vergleicht er mit der Bibel: »Da schied Gott das Licht von der Finsternis.« Als nämlich die Hitze auf etwa 2700 Grad zurückging, fesselte die elektromagnetische Kraft die Elektronen an die Protonen, und es bildeten sich die ersten Atome. Die lichtbringenden Photonen wurden frei. Es entstanden Sterne, viele weitere Elemente, Planeten, und schließlich konnte sich auch Leben entwickeln.

Haydns Schöpfung vergegenwärtigt die Lichtwerdung mit einem gleißenden, so noch nicht erlebten Durchbruch von Klang: »Die Entzückung der elektrisierten Wiener war so allgemein, dass das Orchester einige Minuten nicht fortsetzen konnte«, berichtete ein Zeuge der Uraufführung. Überhaupt machte Die Schöpfung Sensation wie noch kein Oratorium. Nach dem Bericht des volkstümlichen Schriftstellers Joseph Richter herrschten vor der ersten öffentlichen Vorstellung chaotische Zustände im Wiener Burgtheater: »Bevor d’ Cantati angegangen ist, ist ein Gschrey und ein Lärm gwesen, daß man sein eigns Wort nicht ghört hat: ›au weh! mein Arm! mein Fuß! mein Haubn’ […], da sind s’ einander fast über die Köpf weg gstiegn, und da habn […] die Röck krik krak gmacht.«

Das Werden der Schöpfung

Haydn hatten die spektakulären Aufführungen von Händel-Oratorien tief beeindruckt, als er 1791 nach England reiste. Solche Chöre gab es in der italienischen Tradition nicht, der auch die Wiener Oratorien verhaftet waren. Warum sollte er nicht selbst einmal etwas dieser Art versuchen? Er nahm sogar ein angeblich für Händel bestimmtes Libretto mit, um es zu Hause zu vertonen. Die Realisierung des Projekts ist dem bedeutenden Wiener Musikmäzen Baron Gottfried van Swieten zu verdanken. Die von ihm gegründete Gesellschaft der Associierten Cavaliere übernahm die Finanzierung, wobei jedes Mitglied beträchtliche 50 Dukaten spendete. Fundraising würde man das heute nennen. Der umtriebige, in der Wiener Aufklärung engagierte Baron übersetzte und bearbeitete auch das (leider verschollene) Originallibretto, dessen undogmatische Religiosität ihm sehr entgegenkam. Es beruht zum Großteil auf John Miltons Epos Paradise Lost von 1667, wo der Erzengel Raphael dem ersten Menschen Adam die Schöpfungsgeschichte erzählt.

Milton vertrat die Ansicht, man könne »zur wahren Erkenntnis Gottes und der unsichtbaren Dinge nur durch das systematische Studium der sichtbaren, materiellen Schöpfung gelangen«. Das neue naturwissenschaftliche Weltbild färbte in England schon früh auf die Theologie ab. Die Erde kreiste um die Sonne, und mit Isaac Newtons revolutionärer Physik konnte schließlich alle Bewegung im Universum auf mathematisch klare Prinzipien zurückgeführt werden. War diese Welt nicht ein Wunderwerk? Die Vertreter der »Physico-Theologie« priesen Gott nun mehr als weisen Schöpfer denn als strengen Herrscher. So meinte 1714 der Physiker und Priester William Derham (der erstmals die Schallgeschwindigkeit gemessen hat), der Mensch sei geradezu mit dem Zweck geschaffen, »zu beobachten und zu forschen, und so den Ruhm des unendlichen Schöpfers darzulegen, der sich in seinen Werken manifestiert.« Der biblische Auftrag, sich die Erde und »alles Getier« untertan zu machen, tritt dagegen zurück. Gefordert ist eher Dankbarkeit für die perfekt eingerichtete Welt.

Haydns unbekannter Librettist griff diese Gedanken auf: Erst der Mensch mache die Schöpfung vollständig, »das Geschöpf, das Gottes Werke dankbar sehn, des Herren Güte preisen soll«. Es ist ein schöner Zufall, dass gerade 1797, dem Entstehungsjahr der Schöpfung, Newtons Gravitationsgesetz experimentell bestätigt wurde und so die Erde erstmals »gewogen« werden konnte. Am schönsten auf den Punkt gebracht hat der Dichter Alexander Pope das neue Denken: »Natur und der Natur Gesetze waren gehüllt in Nacht. / Gott sprach: Es werde Newton! Und alles ward Licht.« Überhaupt ist das Licht das Symbol jener Epoche, die als »Aufklärung« (englisch »Enlightenment«) in die Geschichte eingegangen ist. »Sobald Licht gebracht wird, klären sich die Sachen auf, werden sichtbar und können voneinander unterschieden werden.« So erklärte es der Schriftsteller Christoph Martin Wieland, und so erhoffte man sich mit Immanuel Kant den »Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit«.

Licht und Ordnung

Am Anfang herrscht finsteres c-Moll, Klänge ziehen durch den tonalen Raum wie fahle, gestaltlose Nebel, winzige Motive tauchen auf. Es scheint sich etwas anzubahnen, aber nichts fügt sich zusammen außer dramatische Ballungen von Tönen, die harmonische Entwicklung läuft ständig in die Irre. So vertont Haydn das uranfängliche Chaos, ein einzigartiges Musikstück, das viele Kollegen bewunderten. Carl Friedrich Zelter fand es »das Wunderbarste aller Welt, indem durch ordentliche, methodische Kunstmittel ein Chaos hervorgebracht ist, das die Empfindung einer bodenlosen Unordnung zu einer Empfindung des Vergnügens macht.« Erstaunlich ist auch, wie das Stück zu Miltons Chaos passt: »Dort ringen Hitze, Kälte, Dürr’ und Nässe / gewaltig um die Herrschaft, führen / der ungeborenen Atome Schar / zur Schlacht.« Erst durch den riesigen Spannungsbogen wirkt die Lichtwerdung so überwältigend – eine Kadenz in C-Dur, die erstmals für Klarheit sorgt. Mit dem Erstrahlen einer perfekten Kadenz, quasi die Grundformel der Tonalität, sind auch Ordnung und Harmonie in die Welt gesetzt. Die Nr. 2 (Arie mit Chor) gibt dem »heiligen Strahle« in der neuen Tonart A-Dur nun auch Farbe, aber noch einmal fallen darauf die molltönigen Schatten des Chaos. Die Episode mit den »Höllengeistern« spielt an auf den von Milton erzählten Sturz Luzifers, der sich gegen Gott verschworen hatte. Haydn inszeniert das als packendes Drama, wobei er die Höllengeister mit finsteren, gezackten Kontrapunkten quasi selbst auf die Klangbühne bringt. Dann aber ist das Böse in ewiges Dunkel verbannt und verschwindet damit – ganz anders als bei Milton – von der Bildfläche. Der Chor, nun ganz schlicht und melodisch, freut sich über »eine neue Welt« und installiert so das helle und optimistische Weltbild der Aufklärung.

Himmelschöre

Das Extremwetter bei der Erschaffung des Firmaments und die Macht des wogenden Meeres wühlen die Musik noch einmal dramatisch auf, dann aber gibt es keine Konflikte, Bedrohungen und Schatten mehr, wie sie in den meisten Musikwerken für Spannung und Abwechslung sorgen. Dass die Musik trotz dieser ungebrochen positiven Grundstimmung niemals eintönig oder gar langweilig wird, gehört ebenfalls zu den Wundern der Schöpfung. Der Aufbau des Oratoriums ist bei Milton angelegt: Der biblische Bericht bildet nur das Gerüst der facettenreichen und lyrisch ausgeschmückten Erzählung Raphaels, die im Libretto dann auf drei Erzengel bzw. Stimmlagen verteilt wird. Außerdem schildert Milton auch »Himmelschöre«, die nach jedem Schöpfungstag ein Gotteslob anstimmen. Haydn verfügt über eine unglaubliche Fülle an Formen und Techniken, um diese Grundstruktur immer wieder neu zu gestalten. Chor und Soli sind vielfach miteinander verschränkt, das Orchester bekommt eine eigenständige Rolle. Weit über Händels Chöre hinausgehend, sind diese Stücke zum Teil chorsymphonische Wunderwerke. Darüber hinaus setzt Haydn diese Fülle sehr dosiert ein und steigert die Größe und Komplexität gegen Ende der Teile noch einmal. So prunkt der Chor »Stimmt an die Saiten« (Nr. 10) virtuos mit barockem Glanz, eine Hommage an Händel, doch der berühmte Schlusschor »Die Himmel erzählen die Ehre Gottes« (Nr. 13) greift, die Erschaffung der Sterne überhöhend, noch darüber hinaus. Der Satz erscheint schlichter, melodiebetont, entwickelt aber im Wechsel von Chor und Terzett eine grandiose Dynamik, die sich in der kleinen Schlussfuge über »seiner Hände Werk« noch verdichtet. So wird das Gotteslob, typisch für die Aufklärung, zum Hymnus an Tätigkeit und Aktivität.

Wer fasset ihre Zahl: die Tiere

Eine Ruhezone im Schöpfungsgeschehen bildet die Arie »Nun beut die Flur das frische Grün« (Nr. 8). Bereits mit Blick auf den Menschen, schön und nützlich, begrünt Gott die Erde, und Haydn schafft mit pastoraler Musik eine klingende Idylle, in die er die aufblühende weibliche Singstimme bettet – schon ein erstes Bild des Garten Eden. Auch empfindsame Töne fehlen nicht, denn der Hörer soll sich emotional mit der Schöpfung identifizieren.

Der komplette zweite Teil widmet sich nun den lebenden Geschöpfen. Dabei nennt das Libretto nach Miltons Vorbild weit mehr Tierarten als die Bibel, denn gerade der Artenreichtum wird zum Zeichen von Gottes Macht: »Wer fasset ihre Zahl?« Die Tierbezeichnungen kann man leicht durchzählen, es sind 15, aber Haydns Darstellung in Rezitativen, Arien und Ensembles, in verschiedenen Kombinationen und mit stets neuen Ideen, vermittelt ein lebendiges Bild der Artenvielfalt. Die beliebten (und bisweilen kritisierten) Tonmalereien integriert er dabei in größere Zusammenhänge. So gibt in der Vogelarie (Nr. 15) der »auf starkem Fittiche« auffliegende Adler das Hauptthema vor, das die übrigen Vögel einrahmt. Im Zentrum stehen dabei die girrenden Tauben, die mit der »Liebe« ein für den weiteren Verlauf tatsächlich zentrales Thema anschlagen.

König der Natur: der Mensch

Die Krone der Schöpfung bildet bekanntlich der Mensch. »Mit Würd’ und Hoheit angetan« (Nr. 24) wird er in besagter Arie ins C-Dur-Licht gestellt und mit majestätischen Signalen angekündigt, buchstäblich gekrönt. Großen Prunk braucht es hier aber nicht. Getragen von einem symphonischen Orchestersatz, entwickelt sich die Arie sehr vielschichtig, ebenso einfach und klar wie komplex ausgefeilt. In der Musik leuchtet das Ideal des aufgeklärten Menschen: frei und selbstbestimmt, aber auch maßvoll und bedacht. Der zweite, der »holden Gattin« gewidmete Teil entwickelt sich, »aus ihm geformt«, sehr schön aus dem Thema des Mannes, bleibt aber kompositorisch weit einförmiger, gemäß dem Text reduziert auf bloße Lieblichkeit. Das so transportierte Frauenbild ist leider weniger fortschrittlich. »Dein Will’ ist mir Gesetz,« sagt später Eva selbst. Überhaupt ist die Menschenarie bei aller Hoheit heute kaum mehr ungebrochen zu bewundern. Der »König der Natur« herrscht ohne Rücksicht auf Verluste, und gerade die Aufklärung – das ist ihre dunkle Kehrseite – hat ihm die Freiheit und die Mittel gegeben, nachhaltig in die Schöpfung einzugreifen, mit nun für ihn selbst fatalen Folgen.

Leben im Paradies

Einstweilen leben Adam und Eva noch im Paradies, das Haydn, komplementär zum anfänglichen Chaos, in einem Orchestervorspiel evoziert. Nur herrscht jetzt die »reine Harmonie«. In der bislang kaum berührten Tonart E-Dur und mit drei Flöten instrumentiert, wirkt es wie ein Traumbild, zugleich Empfindung absoluten Glücks wie Darstellung einer überirdischen Musik. Es ist auch sehr ergreifend, wenn die ersten Menschen nun selbst die Stimme erheben. In der längsten Nummer des Werkes (Nr. 28) preisen sie die Wunder der Welt und loben den Schöpfer. Gerade an der Stelle, wo Adam energisch über die »Elemente« doziert, macht sich der Einfluss der »Physico-Theologie« bemerkbar. Der sich immer einschaltende Chor steigert den Lobgesang zu erhabener Größe, wobei dem Stichwort »Ewigkeit« besonderes Gewicht zukommt.

Nach dieser Art von Gottesdienst dürfen Adam und Eva entspannt ihr Glück genießen. Wie in einer Oper, nun ganz frei von geistlichen Gedanken, singen sie ein Liebesduett (Nr. 30), das Haydn im lebhaften Teil sogar stark in die Nähe des Singspiels rückt. Nicht ganz so lustig wie Papageno und Papagena, aber doch in einem positiven Sinn so naiv und unbekümmert wie das Pärchen in Mozarts Zauberflöte. Sie sind glücklich und zufrieden mit sich selbst und dem, was ihnen die Natur gibt. Anders als in der Kirche oder auch bei Milton bleibt der Sündenfall völlig ausgeblendet. Die knappe Warnung vor »falschem Wahn« geht fast ein wenig unter, zumal nun gleich der Schlusschor folgt, der mit seiner Doppelfuge über »des Herren Ruhm« noch einmal überwältigende Wirkung erzielt.

Eine musikalische Welt

So zeigt der dritte Teil noch einmal die unglaubliche Fülle, ja den »Artenreichtum« der Schöpfung. Sie zieht eine Summe der klassischen Musik und weist darüber hinaus. Ein Musikwerk von so umfassender Bedeutung hatte es bis dahin nicht gegeben. Haydn hatte selbst »eine neue Welt« erschaffen. Viele Hörer der ersten Aufführungen begriffen das als epochales Ereignis. Christoph Martin Wieland, einer der führenden Köpfe der Aufklärung, rief der Musik selbst emphatisch zu: »Wie schön ist diese Erde, und schöner, nun der Herr auch Dich ins Daseyn rief, auf daß sein Werk vollendet werde.« Wie für Gottes Schöpfung müssen wir auch dankbar sein für diejenige Haydns. Sie wird die Schönheit dieser Erde noch in sich tragen, wenn sich ihr Antlitz verwandelt hat. Vielleicht kann sie uns helfen, umzudenken. Uns nicht als König, sondern als Teil der Natur zu begreifen.

Weitere Konzerte

Sa. 20. Jul, 20.30 Uhr
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Der BR-Chor und Peter Dijkstra mit Pärts »Te Deum« in der Festspiel-Reihe »Ouverture spirituelle«
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Konzert mit Tobias Moretti und dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien in der Festspiel-Reihe »Ouverture spirituelle«
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Chor-Abo 24/25 (Grafik: Klaus Fleckenstein)
Cum jubilo – Wie Frankreich klingt
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