Sir Simon Rattle

Als designierter Nachfolger von Mariss Jansons wird Sir Simon Rattle das Amt des Chefdirigenten von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks im Sommer 2023 übernehmen.

Mit dem BR-Chor brachte Simon Rattle bereits Schumanns „Paradies und die Peri“ sowie Haydns „Jahreszeiten“ zur Aufführung. Im Frühjahr 2021 dirigiert er in einem Konzert der musica viva die „Funeral Music of Queen Mary“ von Henry Purcell.

Das bezwingende Charisma von Simon Rattle, seine Experimentierfreude, der lustvolle Einsatz für die Moderne, sein soziales und pädagogisches Engagement sowie der uneingeschränkte künstlerische Ernst haben BR-Chor und BRSO zu einem einstimmigen Votum für den englischen Dirigenten geführt.

Der gebürtige Liverpooler gehört zu den facettenreichsten und faszinierendsten Dirigentenpersönlichkeiten unserer Zeit. Seine internationale Reputation erwarb sich Simon Rattle während seiner 18-jährigen Zeit beim City of Birmingham Symphony Orchestra, das er ‒ 1980 bis 1990 als Erster Dirigent und 1990 bis 1998 als Chefdirigent ‒ zu Weltruhm führte. 2002 wurde er als Nachfolger von Claudio Abbado Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, denen er bis Juni 2018 in dieser Position vorstand.

Zahlreiche CD-Einspielungen sowie Kompositionsaufträge und Uraufführungen u.a. von Werken von Adès, Berio, Gubaidulina, Boulez, Grisey, Lindberg und Turnage sind aus dieser Zusammenarbeit hervorgegangen. Bis zur Spielzeit 2022/23 ist Simon Rattle Chefdirigent des London Symphony Orchestra. Zudem pflegt er Kontakte zu weiteren Orchestern, u. a. den Wiener Philharmonikern, mit denen er sämtliche Symphonien und Klavierkonzerte von Beethoven (mit Alfred Brendel) eingespielt hat, und dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem er als Principal Artist eng verbunden ist.

Auch an allen namhaften Opernhäusern ist Simon Rattle begehrter Gast: am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Staatsoper Berlin, an der Wiener Staatsoper, an der er 2015 Wagners Ring-Tetralogie dirigierte, und an der New Yorker Metropolitan Opera, wo er u. a. mit „Tristan und Isolde“ und „Der Rosenkavalier“ zu erleben war. Bei den Salzburger Festspielen leitete Simon Rattle die Berliner Philharmoniker in szenischen Aufführungen von „Fidelio“, „Così fan tutte“, „Peter Grimes“, „Pelléas et Mélisande“, „Salome“ und „Carmen“. Ebenfalls mit den „Berlinern“ realisierte er Wagners „Ring“ beim Festival d’Aix-en-Provence und bei den Salzburger Osterfestspielen. Gemeinsam eröffneten sie 2013 mit Mozarts „Zauberflöte“ ihre Residenz bei den Osterfestspielen Baden-Baden, die sie u. a. mit Bachs „Johannes-Passion“, „Der Rosenkavalier“, „La damnation de Faust“, „Tristan und Isolde“ sowie zuletzt mit „Parsifal“ fortsetzten.

Für seine bisher mehr als 70 Plattenaufnahmen erhielt der Dirigent höchste Ehrungen. Hervorgehoben sei auch sein Engagement für das Education-Programm Zukunft@BPhil der Berliner Philharmoniker, für das er ebenfalls mehrfach ausgezeichnet wurde. Mit BR-Chor und BRSO brachte Simon Rattle u.a. Schumanns „Das Paradies und die Peri“ und Haydns „Jahreszeiten“ zur Aufführung.

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