Mazeppa – Oper von Clémence de Grandval

Mazeppa - Oper von Clémence de Grandval (Palazzetto Bru Zane)

Nicht nur als Sängerinnen, sondern auch als Komponistinnen haben Frauen die Geschichte der Oper mitgeprägt – und zwar bereits während der Blüte dieser Kunstform. Höchste Zeit, ihre Werke zu würdigen! Die Französin Clémence de Grandval wurde u.a. von Camille Saint-Saëns ausgebildet. In Mazeppa schildert sie in brillanten Farben Aufstieg und Fall des Titelhelden – einer inmitten von kosakischem Freiheitskampf, Verrat und Verdammung durchaus schillernden Figur, die schon Tschaikowsky inspiriert hatte. Ersteinspielung der Oper!

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Clémence de Grandval
Mazeppa

Oper in fünf Akten und sechs Bildern

Mitwirkende
Tassis Christoyannis Bariton (Mazeppa)
Nicole Car Sopran (Matréna)
Julien Dran Tenor (Iskra)
Ante Jerkunica Bass (Kotchoubey)
Paweł Trojak Bariton (L’Archimandrite)

Chor des Bayerischen Rundfunks
Münchner Rundfunkorchester
Mihhail Gerts Leitung

2 CDs mit Buch (157 Seiten), Bru Zane, BZ 1063
Koproduktion mit BR Klassik

Ersteinspielung. Aufnahme vom 19. Januar 2025

Inhalt des Buches
Alexandre Dratwicki, Mazeppa: back in the saddle again
Étienne Jardin, Mazeppa in Bordeaux
Florence Launay, Clémence de Grandval
Marie Humbert, The motifs that haunt Mazeppa
Hélène Cao, Mazeppa in the nineteenth century: from history to legend

Handlung
Libretto
Cast – Tracklist


Zum Werk

»Das Thema von ›Mazeppa‘ hat Clémence de Grandval zu einer wahrhaft bemerkenswerten Partitur inspiriert, deren Erfolg in der Musikwelt für Aufsehen sorgen wird.« Mit diesen schmeichelhaften Worten begrüßte die Presse die Uraufführung der fünfaktigen Oper einer der meistgespielten Komponistinnen im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts. Denn ihre Karriere war regelmäßig von schmeichelhaften Kritiken und anhaltenden Erfolgen geprägt, die alle Genres umfassten, von der Kammermusik über das Oratorium bis hin zur Oper. Doch Mazeppa, obwohl als ihr Vermächtnis angesehen, kam nicht in den Genuss einer Uraufführung an der Pariser Opéra und musste sich nach Bordeaux begeben, um den Ruhm zu ernten. Diese kraftvolle, dramatische Oper, ein Musterbeispiel an Prägnanz, erzählt in etwas mehr als zwei Stunden den Aufstieg und Fall des Kosakengenerals Iwan Mazeppa, eines Flüchtigen in der vom Krieg zerrütteten Ukraine. Man prophezeite dem Werk eine lange Karriere, doch die spätere Entwicklung der Musiksprache der Belle Époque, gefolgt vom Tod der Komponistin, führte dazu, dass Mazeppa für mehr als ein Jahrhundert in Vergessenheit geriet. Es war höchste Zeit, dass sein Held wieder in den Sattel stieg.