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Mariss Jansons dirigiert Gustav Mahlers Symphonien 1 – 9

CD Mariss Jansons Mahler Symphonien 1-9 © BR-KLASSIK Label

Gustav Mahlers beeindruckende neun Symphonien in einer Gesamtedition mit Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung seines langjährigen Chefdirigenten und großen Mahlerinterpreten Mariss Jansons. Ergänzt wird die Edition durch zwei Bonus-CDs mit Probenmitschnitten, Konzertführer und Interviews.

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MITWIRKENDE

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Mariss Jansons
Dirigent

Chor des Bayerischen Rundfunks (Nr. 2, 3, 8)
Michael Gläser Einstudierung (Nr. 2, 3)
Peter Dijkstra Einstudierung (Nr. 8)

Sopran: Christine Brewer (Nr. 8), Anja Harteros (Nr. 2), Miah Persson (Nr. 4), Anna Prohaska (Nr. 8) und Twyla Robinson (Nr. 8)
Alt: Janina Baechle (Nr. 8), Bernarda Fink (Nr. 2), Mihoko Fujimura (Nr. 8) und Nathalie Stutzmann (Nr. 3)
Tenor: Johan Botha (Nr. 8)
Bariton: Michael Volle (Nr. 8)
Bass: Ain Anger (Nr. 8)

Tölzer Knabenchor (Nr. 3, 8)
Ralf Ludewig Einstudierung (Nr. 3)
Gerhard Schmidt-Gaden Einstudierung (Nr. 8)

Lettischer Staatschor (Nr. 8)
Māris Sirmais Einstudierung (Nr. 8)

 

MARISS JANSONS und MAHLERS MUSIK  Schon bei seiner ersten Begegnung mit Mahler traf Jansons dieses Erlebnis wie ein Blitz, er fühlte sich »wie im Himmel« – und wurde, wie er es selbst formulierte, nie enttäuscht. Nach und nach entwickelte er sich zu einem der führenden Mahler-Dirigenten seiner Zeit. Dass er für diesen Weg mit dem BRSO einen Klangkörper zum Partner hatte, der auf eine lange Mahler-Tradition zurückblickt, war sicher eine glückliche Fügung. Der ehemalige Chefdirigent Rafael Kubelík hatte gegen Anfang der 1960er Jahre die Mahler-Tradition des Klangkörpers begründet. Die große Mahler-Erfahrung der Münchner löste aber auch eine gewisse Portion Respekt aus: Nach seinem Amtsantritt als Chefdirigent beim BRSO wartete Jansons drei Jahre, bis er erstmals eine Mahler-Symphonie dirigierte. Dafür machte er 2006 den Auftakt gleich mit der extrem komplizierten Fünften (die er schon 1995 als Gast bei seinem späteren Orchester dirigiert hatte), und ihm wurde attestiert, was auch seine späteren Mahler-Deutungen auszeichnen sollte: eine vielleicht ideale Balance zwischen Emotionalität und Kontrolle, zwischen größtmöglicher Intensität und dem genauen Gespür für die Grenze zum Gefühligen. Im Laufe der Jahre brachte Jansons in München alle Mahler-Symphonien zur Aufführung, wobei er nur die Fünfte und die Siebte, mit jeweils zehn Jahren Pause, ein zweites Mal dirigierte. 

Was ihn an Mahlers Musik ein Leben lang faszinierte und bewegte, konnte Mariss Jansons in einfache und klare Worte fassen: Sie handele stets vom Ganzen und enthalte alles, was in der Welt überhaupt existiert. Natur, Glaube, Liebe, Tod, Schmerz, Tragik, Glück, Humor, Utopie, Ironie, Sarkasmus – alles, was die menschliche Existenz ausmache, habe Mahler in seine Symphonien gebannt. Seine Musik stelle Fragen, die sich letztlich jeder denkende Mensch stellen müsse. Und jeder könne in ihr etwas finden, in dem er sich selbst wie in einem Spiegel erkennt. Dennoch gebe es bei Mahler keine endgültigen Antworten, »nichts Triumphales, das mit sich eins wäre«.

ZUR CD-EDITION   In der von BR-KLASSIK zusammengestellten Gesamtausgabe setzen sich das BRSO unter der Leitung seines langjährigen Chefdirigenten Mariss Jansons mit Mahlers symphonischem Œuvre auseinander. Die 12-CD-Edition von BR-KLASSIK umfasst Aufnahmen von Mahlers neun Symphonien und zwei CDs mit aufschlussreichen Probenmitschnitten zur Dritten (2010) und Fünften Symphonie (2016), Konzertführer zur Siebten und Interviews mit Jansons zur Vierten (2010) und Siebten Symphonie (2007).

Mahlers Werk ist eine musikalische Bibel. Ohne sie ist die Musik für mich unvorstellbar. Weil seine Musik vom Ganzen erzählt, vom menschlichen Kosmos, von der Liebe, vom Tod, von Schmerz, Humor, Sarkasmus, Ironie … Jeder Zuhörer kann in diesem Spiegel sein eigenes Gesicht finden.
Mariss Jansons, 2017 in der »Zeit«

Mariss Jansons über Gustav Mahler und die Fernorchester

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