StartseiteHome Medien & Info CDs und DVDs Igor Kuljerić – Kroatisches glagolitisches Requiem

Igor Kuljerić – Kroatisches glagolitisches Requiem

Der kroatische Komponist Igor Kuljerić vereint in seinem Kroatischen glagolitischen Requiem die Struktur der römisch-katholischen Totenliturgie mit der altkirchlichen Tradition des östlichen Mittelmeerraums, wie er in der so genannten Glagoliza, der ältesten slawischen Schrift, überliefert wird. Bonus-Track: Die Hymne an die Freiheit von Jakov Gotovac. Ivan Repušić dirigiert BR-Chor und Münchner Rundfunkorchester.

jetzt online bestellen & reinhören

Igor Kuljerić
Kroatisches glagolitisches Requiem

für Soli, Chor und Orchester

Jakov Gotovac
Hymne an die Freiheit

(Himna Slobodi)

Kristina Kolar Sopran
Annika Schlicht Mezzosopran
Eric Laporte Tenor
Ljubomir Puškarić Bariton

Chor des Bayerischen Rundfunks

Michael Gläser | Einstudierung (Kuljerić)
Yuval Weinberg | Einstudierung (Gotovac)

Münchner Rundfunkorchester
Ivan Repušić

Leitung

CD, BR-KLASSIK 900331
Booklet: Deutsch / Englisch
Total time: 61:20


Zum Werk Daran, dass die Musik des kroatischen Komponisten und Dirigenten Igor Kuljerić (1938–2006) außerhalb der Grenzen seines Heimatlandes noch nicht weiter bekannt ist, dürfte die vorliegende Aufnahme einiges ändern: bei dem 1995/96 entstandenen „Kroatischen glagolitischen Requiem“, das seine Uraufführung im Juli 1996 im kroatischen Zadar mit Chor und Symphonieorchester des Kroatischen Rundfunks unter Leitung des Komponisten erlebte, handelt es sich um ein ebenso eindrucksvolles wie ergreifendes Beispiel zeitgenössischer geistlicher Musik.

Entstehung Das Requiem entstand, so Kuljerić, „aus dem tiefen Wunsch, etwas zum Klingen zu bringen, das ich schon in meiner Jugend gehört und von da an in mir getragen habe, als die glagolitischen Riten ein wundersames Echo in mir fanden“. Die Kirchenmusik der mehrheitlich katholischen Kroaten, die ihre Gottesdienste schon seit dem Mittelalter in ihrer Landessprache feiern durften, geht auf mündlich weitergegebene Melodien zurück, die auch Einflüsse aus der Volksmusik aufweisen. Kuljerić hat sich mehrfach mit dieser Tradition auseinandergesetzt. Sein „Glagolitisches Requiem“ ist gleichsam ein symbolhaft aufgeladenes musikalisches Bekenntnis zur Kulturnation – geschrieben zu einer Zeit, in der Kroatien den Schlussstrich unter einen blutigen Unabhängigkeitskrieg setzen konnte. Ein Requiem in einer Zeit, in der Trauerarbeit in Kroatiens Bevölkerung zum Alltag gehört haben dürfte.

Vertont sind die Gesänge in Kirchenslawisch, ursprünglich notiert in der Glagoliza, der ersten slawischen Schrift. Glockenklänge und psalmodierende Chöre sorgen bereits im Introitus für eine sakrale Grundstimmung, ein tief empfundenes musikalisches Totengebet. Mystische Klangfarben schaffen neben den Glocken auch Harfe, Orgel und Vibrafon. In sechs Abschnitten vertont Kuljerić die üblichen Teile der römisch-katholischen Totenmesse. – Die große Kraft der suggestiven Bildersprache seiner Komposition fand großen Zuspruch; das Werk erlebte nach seiner Premiere verschiedene weitere Aufführungen und wurde als „herausragendste Leistung der zeitgenössischen Musik des Jahres 1996“ ausgezeichnet.

Zur Aufführung Auch die Münchner Aufführung vom 14. Februar 2020, eine Kooperation mit der Stadt Zagreb, der Konzerthalle Vatroslav Lisinski, mit dem Kulturministerium der Republik Kroatien und dem Bayerischen Rundfunk, fesselte das Publikum und wurde von der Fachkritik begeistert aufgenommen. Die vorliegende Aufnahme beinhaltet den Live-Konzertmitschnitt.

Zusätzlich enthält die CD eine Aufnahme der „Himna Slobodi“ („Hymne an die Freiheit“ bzw. „Friedenshymnus“) des kroatischen Komponisten Jakov Gotovac (1895–1982) auf einen Text des Barockdichters Ivan Gundulić. Die Studioaufnahme mit BR-Chor und Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Ivan Repušić entstand 2019.


Online-Magazin pizzicato.lu: „In seiner Interpretation wird Repusic bestens unterstützt von ausnahmslos guten Solisten, dem exzellenten Chor des Bayerischen Rundfunks und dem sehr engagiert mitwirkenden Münchner Rundfunkorchester.“

 

×

Unsere Seite verwendet Cookies, um Inhalte individuell darzustellen und die Reichweite zu messen. Wir binden Elemente von Drittanbietern wie Facebook und Youtube ein. Details finden Sie in der Datenschutzerklärung.

OK