Timo Janzen

Stimmgruppe: Bass


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Leidenschaft hat viele Stimmen.

Lesen Sie hier, was Timo Janzen beim Singen besonders bewegt und was ihm auch sonst wichtig ist. Die Fragen stellte Sopranistin Diana Fischer, von Kollegin zu Kollege.

Woher kommst Du, wo bist Du geboren?
Ich komme aus Niedersachsen, geboren wurde ich aber in Hessen.

Seit wann bist Du im BR-Chor?
Seit Juni 2001.

Was hat Dich dazu gebracht, den Beruf des Sängers zu ergreifen?
Ich hatte Schul-und Kirchenmusik studiert, wollte aber noch anderes kennenlernen. Und weil ich schon seit meinem heimatlichen Kinderchor alles durchlaufen hatte, was mit Singen zu tun hat, fand ich es spannend, herauszufinden, ob es auch in professioneller, dauerhafter Beschäftigung so viel Spaß machen würde – es hat funktioniert!

Was singst Du am liebsten? Hast Du ein Lieblingsstück?
Große romantische Chorsymphonik, das Brahms-Requiem, Bachs h-Moll-Messe und Frank Martins Oratorium „Golgotha“.

Mit welchem Komponisten aus der Gegenwart oder Vergangenheit würdest Du Dich gerne einmal unterhalten?
Mit Gott Bach.

Was war Deine persönliche Sternstunde mit dem BR-Chor?
2007 in der Royal Albert Hall London mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Mariss Jansons, und 2017 das Verdi-Requiem mit Riccardo Muti.

Welches Musikstück würdest Du gerne einmal singen? Oder nochmals, weil es Dir so gut gefallen hat?
Ich weiß noch, wie begeistert und ergriffen ich von Bachs „Weihnachtsoratorium“ war, als ich es zum ersten Mal im Kirchenchor komplett gesungen habe – dieses Gefühl der „erstmaligen Einmaligkeit“ ist genial!

Dein Geheimtipp am Konzerttag für einen gelungenen Auftritt:
Kaffee plus Cola, ausgeruht sein und unbändigen Spaß an genialer Musik zu haben.

Hast Du einen Veranstaltungstipp für uns?
Rossinis „Stabat mater“ am 17. Juni 2018 in der Wieskirche – mit wunderbaren Kollegen aus dem Chor!

Hast du neben dem Singen noch weitere Leidenschaften?
Sport in diversen Ausprägungen, zunehmend auch Fernreisen.

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Timo Janzen besuchte nach einem Schul- und Kirchenmusikstudium die Opernklasse bei Carl-Heinz Müller an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Weiteren Unterricht erhielt er u.a. bei Jessica Cash, Kurt Widmer und Thomas Quasthoff und vertiefte seine Ausbildung durch Studien in Barockgesang und historischer Aufführungspraxis bei Barbara Schlick.
 Als lyrischer Bariton war Timo Janzen u.a. als Malatesta, Almaviva, Dandini oder Papageno zu hören. Inzwischen umfasst sein Repertoire die gesamte Bandbreite von Monteverdi bis zur Moderne, das er in einer regen Konzerttätigkeit auf vielen nationalen und internationalen Bühnen präsentiert.  

Als gefragter Liedinterpret gibt er regelmäßig Liederabende mit seinem Duopartner Max Hanft, in denen er sein kammermusikalisches Können präsentiert. Dort kommt auch immer wieder eine weitere Leidenschaft zum Zug: die zeitgenössische Musik. Erfahrungen in diesen musikalischen Grenzbereichen erwirbt er sich etwa durch Uraufführungen von Werken prominenter Komponisten wie Wilhelm Killmayer, Harald Genzmer, Peter Kiesewetter oder Wolfgang Rihm, was sein Interpretationsgeschick unmittelbar prägt.  

Timo Janzen ist seit 2001 festes Ensemblemitglied im Chor des Bayerischen Rundfunks. Seit 2011 hat er einen Lehrauftrag für Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München inne. 

Weitere Informationen: timojanzen.de


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