Taro Takagi

Stimmgruppe: Tenor


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Leidenschaft hat viele Stimmen.

Lesen Sie hier, was Taro Takagi beim Singen besonders bewegt und was ihm auch sonst wichtig ist. Die Fragen stellte Sopranistin Diana Fischer, von Kollegin zu Kollege.

Woher kommst Du, wo bist Du geboren?
Aus Tokio, geboren wurde ich in Osaka.

Seit wann bist Du im BR-Chor?
Seit dem 1. Mai 2012.

Was hat Dich dazu gebracht, den Beruf der Sängerin zu ergreifen?
Nach einer Musikprüfung vom Gymnasium empfahl mir mein Musiklehrer, Sänger zu werden. Bis dahin interessierte ich mich für Naturwissenschaften und trieb viel Sport (Rugby). Es erschien mir einfach cool, mich dem Gesang zuzuwenden.

Was singst Du am liebsten? Hast Du ein Lieblingsstück?
Am liebsten singe ich die Evangelistenpartie in Bachs Passionen. Mein Lieblingsstück ist das „Deutsche Requiem“ von Brahms.

Mit welchem Komponisten aus der Gegenwart oder Vergangenheit würdest Du Dich gerne einmal unterhalten?
Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach oder Claude Debussy.

Was war Deine persönliche Sternstunde mit dem BR-Chor?
Das Konzert in Tokio bei der Japan-Tournee. Unter Jetlag. Aber schön war’s trotzdem.

Welches Musikstück würdest Du gerne einmal singen? Oder nochmals, weil es Dir so gut gefallen hat?
Immer wieder gern Brahms’ „Deutsches Requiem“. Gerne erstmals „Saint François d’Assise“ von Olivier Messiaen.

Dein Geheimtipp am Konzerttag für einen gelungenen Auftritt:
Genug Schlafen, a kloans bisserl Sport vorher und ein Gedanke an das Bier nach dem Konzert.

Hast Du einen Veranstaltungstipp für uns?
Schostakowitschs Symphonie Nr. 13 mit Yannick Nézet-Séguin im Juni, hier in München!

Hast du neben dem Singen noch weitere Leidenschaften?
Alle Biere der Welt probieren. Neulich bin ich bei Nummer 600 angekommen. Es geht weiter!

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Taro Takagi wurde in Osaka (Japan) geboren und studierte an der Staatlichen Kunsthochschule Tokio (Gäidai) sowie am Mozarteum in Salzburg als Stipendiat der International Rotary Foundation bei Breda Zakotnik, Barbara Bonney, Monika Lenz und Béela Müller, wo er seine Ausbildung im Fach Gesang mit Schwerpunkt Lied und Oratorium absolvierte.

Sein Repertoire erstreckt sich vom Frühbarock bis zur Gegenwart; vor allem widmet er sich der geistlichen Musik von Johann Sebastian Bach und war in zahlreichen Kirchenkantaten, in der „Matthäus-Passion“, der „Johannes-Passion“, dem „Weihnachtsoratorium“ und in der „Kaffeekantate“ zu hören. Darüber hinaus sang er die Partien seines Fachs in Schütz‘ „Historia der Geburt Jesu Christi“, in der „Messe de Minuit“ und im „Te Deum“ von Charpentier, in „Jephte“ von Carissimi, und in Haydns „Schöpfung“, ferner in zahlreichen Messen sowie im Mozart-Requiem, im Mendelssohn-„Lobgesang“ und in der „Glagolitischen Messe“ von Leos Janácek.

Taro Takagi war Mitglied in mehreren renommierten Ensembles wie dem Bach Collegium Japan (BCJ), der Salzburger Dommusik, der Salzburger Bachgesellschaft, dem SWR Vokalensemble Stuttgart. Im Bereich der Oper konnte man ihn überwiegend in Mozart-Rollen erleben, so etwa als Ferrando in „Così fan tutte“, Don Ottavio in „Don Giovanni“, Tamino in „Die Zauberflöte“ oder als Arbace in „Idomeneo“. Außerdem feierte er in der Rolle des Pedrillo in Mozarts „Entführung aus dem Serail“ und als Hexe in Humperdincks „Hänsel und Gretel“ große Erfolge als Spieltenor.

Taro Takagi ist seit 2012 Mitglied im Chor des Bayerischen Rundfunks.

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