Sonja Philippin

Stimmgruppe: Sopran


Leidenschaft hat viele Stimmen.

Eine davon ist Sonja Philippin. Sie singt im Chor des Bayerischen Rundfunks.

Lesen Sie hier, was Sonja Philippin beim Singen besonders bewegt und was ihr auch sonst wichtig ist. Die Fragen stellte Sopranistin Diana Fischer, von Kollegin zu Kollegin.

Woher kommst Du?
Ich bin in Augsburg geboren.

Seit wann bist Du im BR-Chor?
Seit 2000.

Was hat Dich dazu gebracht, den Beruf der Sängerin zu ergreifen?
Im zarten Alter von sieben Jahren versammelte meine Freundin, die später eine phantastische Pianistin wurde, die gesamten Nachbarskinder um den Plattenspieler, und schon waren wir dabei, „Figaros Hochzeit“ zu hören und zu singen, natürlich „absolut werkgetreu“ nach unserem gelben Reclam-Heftchen. Bald darauf trällerten wir auf unserem Schulweg am liebsten die Arie der Königin der Nacht. Die Liebe zum Gesang war geweckt …

Was singst Du am liebsten? Hast Du ein Lieblingsstück?
Mozart, Schumann und Brahms haben so genial für Stimme komponiert, man braucht nur zu atmen und schon klingt es fast von allein. Natürlich liebe ich es, die Mimì aus Puccinis „Bohème“ zu singen, zu Zeit aber entdecke ich so nach und nach die Lieder von Richard Strauss für mich.

Mit welchem Komponisten aus der Gegenwart oder Vergangenheit würdest Du Dich gerne einmal unterhalten?
Mit Schubert, um einen Liederzyklus für Frauenstimme in Auftrag zu geben!

Was war Deine persönliche Sternstunde mit dem BR-Chor?
Ich kann mich nicht entscheiden! Beethovens Neunte in Tokio, oder das Abo-Konzert mit Yuval Weinberg? Oder Mahlers Dritte Symphonie mit den Augsburger Domsingknaben im Gasteig, da standen Mutter und Sohn gemeinsam auf der Bühne!

Welches Musikstück würdest Du gerne einmal singen? Oder nochmals, weil es Dir so gut gefallen hat?
Das „Klagende Lied“ von Mahler, das war mein erstes Gastspiel im BR-Chor im Concertgebouw in Amsterdam.

Dein Geheimtipp am Konzerttag für einen gelungenen Auftritt:
Nachmittags ein Stündchen schlafen.

Hast du neben dem Singen noch weitere Leidenschaften?
Kammermusikwochenenden mit Querflöte, Lesen, Skifahren, Wandern – und Mandelernte in Spanien …

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Die gebürtige Augsburgerin Sonja Philippin wandte sich im Alter von fünf Jahren der Blockflöte, drei Jahre später der Querflöte zu und erspielte sich damit verschiedene Preise bei Jugend musiziert.

Während ihrer Gymnasialzeit belegte sie den Leistungskurs Musik, ebenfalls mit dem Hauptinstrument Querflöte. Erst mit 20 Jahren nahm sie auch Gesangunterricht. Ein Jahr später begann sie, am Augsburger Konservatorium Musik zu studieren. Die dem Münchner Staatsopernpublikum bestens bekannte Daphne Evangelatos war für ihre sängerische Ausbildung verantwortlich. Im Juli 2000 beendete Sie ihr Studium mit dem Hochschulabschluss und legte in den Hauptfächern Gesang und Querflöte die künstlerische Reifeprüfung ab.

Es braucht nicht eigens erwähnt zu werden, dass Sonja Philippin als Solistin quer durch alle Stilrichtungen auf dem Konzertpodium gefragt ist, wobei ihre besondere Liebe der modernen Musik gilt. So präsentierte sie sich beispielsweise im September 2000 bei Les Musicades in Lyon mit Schönbergs „Pierrot lunaire“.

Sonja Philippin ist seit 2002 Mitglied im Chor des Bayerischen Rundfunks.

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