Franziska Zwink, Sopranistin im Chor der Bayerischen Rundfunks (Foto: Astrid Ackermann)

Franziska Zwink

Sopran

Die Sopranistin Franziska Zwink aus Oberammergau in Bayern erhielt ihre erste musikalische Ausbildung bereits in Kindheitstagen. Früh wurde ihr Talent durch Preise auf Bundesebene beim Wettbewerb Jugend musiziert gewürdigt. Des Weiteren schnupperte sie bei den berühmten Passionsspielen ihres bekannten Heimatortes schon damals Bühnenluft.

Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst ein Studium der Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, bevor sie von 2014 bis 2018 an der Hochschule für Musik Nürnberg Gesang bei Elisabeth Kovacs studierte. Von 2018 bis 2021 setzte sie ihre Ausbildung im Masterstudium Gesang am Mozarteum Salzburg bei Elisabeth Wilke fort. Zusätzlich ließ sie sich bei Elisabeth Scholl in Barockgesang ausbilden und belegte Meisterkurse bei namhaften Sängerinnen und Sängern wie Olaf Bär, Edda Moser, Andrew Watts und Juliane Banse.

Ihr Bühnendebüt gab Franziska Zwink 2016 als Marzelline in Beethovens Leonore (Projekt Töt’ erst sein Weib!) in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Nürnberg. Für ihre »berückende« Darstellung wurde sie vom Kritikermagazin Die Opernwelt als »Beste Nachwuchskünstlerin« nominiert. Es folgten weitere Engagements am Staatstheater Nürnberg und Stadttheater Fürth. Außerdem besuchte sie Wettbewerbe in ganz Europa und erreichte bei ihrem ersten Wettbewerb CantateBach! Weikersheim 2016 das Finale. Franziska Zwink ist Finalistin und Preisträgerin des Internationalen Mozartwettbewerbs Salzburg 2023. Im selben Jahr debütierte sie als Ninon in Kálmáns Veilchen vom Montmartre an der Musikalischen Komödie Leipzig und gastierte bei den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern. In der Saison 2024/25 war sie erstmals an der Oper Leipzig in Johann Christian Bachs Amadis der Ritter zu erleben.

Als Konzertsolistin trat sie bereits in renommierten Häusern und Sälen, wie dem Herkulessaal München, im Dom zu Speyer, in der Sebalduskirche Nürnberg, in der Thomaskirche Leipzig und bei den Theaterfestspielen und Passionsspielen Oberammergau auf. Ihr Repertoire umfasst die großen geistlichen Werke von Bach (Johannes– und Matthäus-Passion, Weihnachtsoratorium, h-Moll-Messe), Mozart (c-Moll-Messe, Requiem, Exsultate jubilate), Mendelssohn, Händel, Brahms (Ein deutsches Requiem) und Haydn (Die Schöpfung).

Im Opernbereich hegt Franziska Zwink eine besondere Vorliebe für Barock- und Mozartopern sowie für die Werke aus der Feder von Benjamin Britten, in denen sie bereits einige Rollen bekleiden durfte. So war sie beispielsweise in einer Doppelproduktion des Opernkollektivs Opera Incognita in München als Belinda und First Witch in Purcells Dido and Aeneas, sowie als Lucia in Brittens The Rape of Lucretia zu erleben.

Auch der zeitgenössischen Musik und dem Liedrepertoire widmet sich die Sopranistin. Ihre Liedausbildung erhielt sie bei der finnischen Pianistin Pauliina Tukiainen, und sie sang bereits in Zusammenarbeit mit Opus-Klassik-Gewinner Julian Riem. Die Aufführung von Werken weiblicher Komponistinnen liegt ihr dabei besonders am Herzen.

Franziska Zwink sang bereits unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Kirill Petrenko, Markus Bosch, Peter Dijkstra und Thomaskantor Andreas Reize und trat zusammen mit Orchestern wie La Banda, dem Kammerensemble Salzburg Orchester Solisten, der Kammerphilharmonie Mannheim, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, den Nürnberger Symphonikern, Il Gusto Barocco und dem Gewandhausorchester Leipzig auf.

Franziska Zwink ist seit Juli 2025 festes Mitglied im Chor des Bayerischen Rundfunks.