Christof Hartkopf

Stimmgruppe: Bass


Leidenschaft hat viele Stimmen.

Eine davon ist Christof Hartkopf. Er singt im Chor des Bayerischen Rundfunks.

Lesen Sie hier, was Christof Hartkopf beim Singen besonders bewegt und was ihm auch sonst wichtig ist. Die Fragen stellte Sopranistin Diana Fischer, von Kollegin zu Kollege.

Woher kommst Du?
Geboren wurde ich in der schönsten Stadt Deutschlands – Regensburg!

Seit wann bist Du im BR-Chor?
Seit September 2004.

Was hat Dich dazu gebracht, den Beruf des Sängers zu ergreifen?
Sicherlich die Zeit bei den Regensburger Domspatzen. Weil ich aber damals ein notorischer Zweifler und Pessimist war, bedurfte es noch einiger Ermutigung von „oben“. Als ich mit zwanzig Jahren dann die Möglichkeit bekam, für eine komplette Produktion einen Bariton des Opernstudios zu vertreten und das Arbeiten auf Staatsopernniveau erleben durfte, war ich dann endlich bereit, mir ein Gesangsstudium zuzutrauen. Klingt eigenartig, oder?

Was singst Du am liebsten? Hast Du ein Lieblingsstück?
Eigentlich sehe ich da keine bevorzugte Epoche. Thematisch schätze ich jedenfalls besonders die Arbeit an biblischen Inhalten, wie etwa im „Deutschen Requiem“ von Brahms oder in der „Matthäus-Passion“ von Bach. Aber auch bei der Neuen Musik finde ich, dass man in so manch sperriges und sprödes Stück sehr tief eintauchen kann, wenn wirklich professionell gearbeitet wird. Na gut, konzertante Opernaufführungen und Filmmusik sind nicht ganz so mein Ding.

Mit welchem Komponisten aus der Gegenwart oder Vergangenheit würdest Du Dich gerne einmal unterhalten?
Sicherlich am liebsten mit Bach. Von Wagner würde ich gerne wissen, was ihn zu seinen antijudaistischen Äußerungen getrieben hat.

Was war Deine persönliche Sternstunde mit dem BR-Chor?
Sehr schwierige Frage, es gibt so viele davon, wir sind ja echt verwöhnt! Darum hab ich habe extra mal die alten Pläne durchgesehen: Die Konzerte mit Riccardo Muti und Herbert Blomstedt haben die stärksten Eindrücke hinterlassen, aber auch einige Abokonzerte mit Peter Dijkstra.

Welches Musikstück würdest Du gerne einmal singen? Oder nochmals, weil es Dir so gut gefallen hat?
Bachs „Matthäus-Passion“ oder Franz Schmidts „Buch mit sieben Siegeln“.

Dein Geheimtipp am Konzerttag für einen gelungenen Auftritt:
Ausschlafen, vormittags ordentlich einsingen, gutes Mittagessen, ein Schläfchen. Lieber nicht den Garten umgraben, sonst ist am Abend die Luft raus!

Hast du neben dem Singen noch weitere Leidenschaften?
Radfahren, Schwimmen und Lesen.

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Seine musikalische Grundausbildung erhielt Christof Hartkopf bei den Regensburger Domspatzen, wo er schon als Knabensolist in Rundfunk- und Fernsehproduktionen auftrat. Sein Gesangsstudium absolvierte er bei Anke Eggers an der Universität der Künste in Berlin. Dort besuchte er auch die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau.

Christof Hartkopf war Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes und belegte Interpretationskurse bei René Jacobs, Bernd Weikl und Thomas Quasthoff. Bereits während des Studiums konzertierte er als Mitglied des Vokalsextetts Singer Pur unter anderem mit dem Hilliard Ensemble und erhielt eine Festanstellung beim RIAS Kammerchor, bevor er zum Chor des Bayerischen Rundfunks wechselte.

Solistische Engagements führten Christof Hartkopf an das Hans-Otto-Theater Potsdam („Arzt“ in Wilfried Hillers „Traumfresserchen“), zum Freiburger Barockorchester (Bachs „Johannes-Passion“), an die Bayerische Staatsoper (Ridicule in Prokofjews „Liebe zu den drei Orangen“) sowie als „Messenger“ in Händels „Belshazzar“ zu den Berliner Philharmonikern.

In seinem breitgefächerten Repertoire bildet die geistliche Musik einen besonderen Schwerpunkt – insbesondere das Werk von Bach, dessen „Weihnachtsoratorium“ Christof Hartkopf als Solist mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Thomas Hengelbrock sang.

Christof Hartkopf gehört dem Chor des Bayerischen Rundfunks seit 2004 an.

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