Barbara Fleckenstein

Stimmgruppe: Sopran


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Leidenschaft hat viele Stimmen.

Lesen Sie hier, was Barbara Fleckenstein beim Singen besonders bewegt und was ihr auch sonst wichtig ist. Die Fragen stellte Sopranistin Diana Fischer, von Kollegin zu Kollegin.

Woher kommst Du, wo bist Du geboren?
Aus Limburg/Lahn. Geboren wurde ich in Minden/Westfalen.

Seit wann bist Du im BR-Chor?
Seit März 1990.

Was hat Dich dazu gebracht, den Beruf der Sängerin zu ergreifen?
Mit acht Jahren bin ich in die Mädchenkantorei des Limburger Domchores gegangen. Nach einem Jahr Notenlernen und Klavierunterricht beim damaligen Chorleiter wurden dann das gemeinsame Musizieren im Gottesdienst und bei vielen Konzerten und Konzertreisen mein liebstes Hobby. Nach dem Abitur studierte ich Gesang in Frankfurt/Main, und mein Hobby wurde zum Beruf!

Was singst Du am liebsten? Hast Du ein Lieblingsstück?
Eigentlich alles – die Abwechslung ist das Besondere. Aber mein absolutes Lieblingsstück ist die h-Moll-Messe von Bach.

Was war Deine persönliche Sternstunde mit dem BR-Chor?
Da gibt es so viele. Mahlers Dritte Symphonie in Berlin mit Claudio Abbado, Brahms’ „Deutsches Requiem“ mit Lorin Maazel im Herkulessaal. Oder „Eugen Onegin“ mit Mariss Jansons in Luzern und das Verdi-Requiem mit Riccardo Muti in Köln. Aber auch solistische Auftritte, die mir in Erinnerung bleiben. Ich denke an die Partie der Brangäne in Frank Martins „Le vin herbé“ unter der Leitung von Peter Dijkstra und Mendelssohns „Elias“ mit Wolfgang Sawallisch und später mit Thomas Hengelbrock.

Welches Musikstück würdest Du gerne einmal singen? Oder nochmals, weil es Dir so gut gefallen hat?
Monteverdis „Marienvesper“.

Dein Geheimtipp am Konzerttag für einen gelungenen Auftritt:
Ausschlafen, viel trinken (aber rechtzeitig aufhören), Hühnerbrühe mit Kartoffeln und Möhren, und das Wichtigste: sich auf die schöne Musik freuen!

 

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Barbara Fleckenstein begann ihre musikalische Laufbahn im Limburger Domchor im Alter von acht Jahren. Nach dem Abitur absolvierte sie ein Gesangsstudium bei Elsa Cavelti an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main, wo sie sowohl Lied- und Oratorienkurse (Hartmuth Höll, Charles Spencer), als auch die Opernschule besuchte.

Seit dem Ende ihres Studiums, das sie mit dem Diplom abschloss, geht Barbara Fleckenstein umfangreichen sängerischen Aktivitäten nach und wurde im März 1990 festes Mitglied im Chor des Bayerischen Rundfunks. Dort wird sie unter der Leitung von so namhaften Dirigenten wie Mariss Jansons, Lorin Maazel, Wolfgang Sawallisch, Riccardo Muti oder Thomas Hengelbrock auch regelmäßig mit solistischen Aufgaben betraut.

In ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Konzertsängerin kam es bislang zur Zusammenarbeit mit Klangkörpern wie dem Drottningholms Barockensemble Stockholm, der Capella Savaria Budapest, dem Freiburger Barockorchester, der Musica Antiqua Köln oder dem Collegium Vocale Gent (Philippe Herreweghe).

Barbara Fleckenstein fühlt sich in allen musikalischen Epochen zu Hause – von Monteverdi („Marienvesper“) über Bach (Messen, Kantaten und Passionen), Händel (Oratorien), Mozart (Requiem, „Exsultate jubilate“, Messen), Haydn („Die Schöpfung“, Messen), Brahms („Ein deutsches Requiem“), Mendelssohn („Elias“, „Paulus“), Schubert (Messen), Schumann („Der Rose Pilgerfahrt“), Orff („Carmina burana“) bis hin zur zeitgenössischen Musik. Ihre sängerische Gestaltungskunst ist vielfach in Rundfunkaufnahmen und bei CD-Produktionen dokumentiert. Konzerttourneen führten Barbara Fleckenstein bislang nach Belgien, Österreich, Italien, Spanien, Israel, in die Niederlande und in die Schweiz.

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