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75 Jahre Chor des Bayerischen Rundfunks

Münchens vielseitiger Rundfunkchor blickt auf eine lebendige Geschichte zurück!

Bewegende Konzerterlebnisse, spannende Rundfunkübertragungen, preisgekrönte CD-Editionen und enge Bindungen an Weltklassekünstler zeichnen das Wirken des renommierten Chores aus.

Leonard Bernstein nannte ihn seinen „Lieblingschor“, und auch Dirigenten wie Riccardo Muti geraten beim BR-Chor regelmäßig ins Schwärmen. Am 1. Mai 2021 besteht das für seine Präzision, Leidenschaft und Repertoire-Vielfalt hoch gelobte und mit unzähligen Preisen ausgezeichnete Ensemble seit 75 Jahren.

Heute vereint der Chor in einer glücklichen Symbiose das hochklassige Live-Erlebnis im Konzert und die Präsentation von innovativen sängerischen Darbietungsformen wie Web-Uraufführungen mit zeitgemäßer medialer Einbindung in Radio, TV, auf CD und DVD, im Streaming und in Mediatheken.

Auch wenn das Live-Erlebnis des Chores in diesen Tagen vielfach nur ein Wunsch bleiben muss – feiern Sie mit dem Chor!

Entdecken Sie, was die Sängerinnen und Sänger in diesen Tagen bewegt, finden Sie zu den großen Momenten in der Geschichte des Chores und nehmen Sie Teil am Gewinnspiel mit CD-Verlosung. 


 

„I bin da Andi und do bin i dahoam.“

75 Jahre Chor des Bayerischen Rundfunks – Chorsängerinnen und -sänger bringen es auf den Punkt.

Bernhard Schneider / Chor des Bayerischen Rundfunks (Foto: Astrid Ackermann)
„Als ich beim BR-Chor zum Vorsingen war, wurden Bach-Choräle geprobt. Ich war sofort total infiziert von diesem Klang und hab mir gedacht: ,Ja, das will ich auch machen.‘“
Sabine Staudinger (c) BR-Chor_Astrid Ackermann
Ich wünsche mir, dass der Satz vom [ehemaligen Intendanten Albert] Scharf einfach wieder geschätzt wird: „Kultur rechnet sich nicht, aber sie zahlt sich aus.“
Andreas Mogl
„Die Arbeitsweise hat sich über die Jahre sehr verändert. Die Schlagzahl hat sich erhöht: Ein Brahms-Requiem geht heute in drei Tagen Probe – damals hatten wir dafür zwei Wochen Zeit.“
Christof Hartkopf (c) BR-Chor _Astrid Ackermann
„Die Coronazeit ist eine gute Chance, vieles zu überdenken. Ich denke, es ist wichtig, zu vermitteln, dass wir keine Kultur für wenige betuchte, auserlesene Menschen machen, sondern dass Chormusik für alle gut ist!“
Barbara Fleckenstein (c) Astrid Ackermann
„Mein erster Dienst-Tag begann mit einem musica viva-Konzert mit mehreren modernen Stücken: 16-stimmig, sogar 32-stimmig! Da hab’ ich erstmal mit den Ohren geschlackert, als ich die vielen Noten gesehen habe.“
Theodor Weimer (c) BR-Chor_Astrid Ackermann
„Zum 75. Jubiläum wünsche ich dem BR-Chor, dass er sein 100-jähriges Bestehen auch feiern kann. Und dass er sich noch lange Jahre in einem guten Tempo weiterentwickelt und mit immer wieder neuer Motivation und auch neuen Aufgaben wächst.“
Andreas Mogl
„Wie ich mich im BR-Chor fühle? ,I bin da Andi und do bin i dahoam.‘“
Barbara Fleckenstein (c) Astrid Ackermann
„Ich durfte auch Leonard Bernstein kennen lernen. Da war ich erstmal erstarrt vor lauter Ehrfurcht. Ich musste ihn immer angucken, weil er so glücklich geschaut hat. Er hat gestrahlt und geleuchtet in den Proben und im Konzert. Mit wenigen Gesten hat er uns animiert und irgendwie auch ein bisschen erleuchtet.“
Bernhard Schneider (c) BR-Chor_Astrid Ackermann
„Ich wünsche mir, dass wir für uns ganz neue Wege beschreiten und dass wir mit Kreativität neue Formate entwickeln.“
Andreas Mogl
„Musik reißt immer wieder mit, auch wenn man ein Stück hundertmal gesungen hat! Routine ist es nie.“
Barbara Fleckenstein (c) Astrid Ackermann
„Seit einunddreißig Jahren, die ich jetzt im BR-Chor singe, bemühe ich mich, alles mit Herzblut zu machen.“
Christof Hartkopf (c) BR-Chor _Astrid Ackermann
„Wir denken jetzt beim Jubiläum auch an die freiberuflichen Kollegen, für die wir gesammelt haben, um sie zu unterstützen. Wir möchten ihnen zeigen: ,Wir lassen euch nicht im Regen stehen. Wir hoffen, dass ihr wieder zurückkommt.‘“

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Spitzentöne – eine Galerie bedeutender Momente

1948 | Der Rundfunkchor probt.
1946 | Gründung eines Rundfunkchores. Am 1. Mai erfolgt der erste Auftritt im Sendeprogramm. Robert Seiler leitet 28 Sänger.
1946 | Das beschädigte Funkhaus wird Schritt für Schritt wieder instandgesetzt
1949 | Gründerzeit, bei Sängerexistenzen ebenso wie beim Sender: Radio München wird zum Bayerischen Rundfunk und UKW wird in Betrieb genommen.
1963 | Der BR-Chor freut sich über modernes Proben und feinste Aufnahmetechnik im neu eingeweihten Studiobau an der Marsstraße.
1966 | Erste Stereophoniesendung des BR. Mit dabei: der BR-Chor.
Späte 1960er Jahre | Der Chor des Bayerischen Rundfunks reist. In der modernen Convair der SATA vermutlich zu den Luzerner Festwochen.
1970 | Zum 50-jährigen Priesterjubiläum von Papst Paul VI. singt der BR-Chor unter der Leitung von Wolfgang Sawallisch Beethovens „Missa solemnis“ im Petersdom.
1980 | Anlässlich des Papstbesuchs im November sind Johannes Paul II. und Kardinal Georg Ratzinger zu Gast im Herkulessaal bei einem Konzert mit BR-Chor und BRSO.
1980 | Rafael Kubelík leitet in Anwesenheit von Carl Orff dessen „De temporum fine comoedia“ in einer Neufassung im Münchner Nationaltheater im Rahmen eines musica-viva-Konzerts.
1988 | Mit Leonard Bernstein in Ottobeuren. Es erklingt Beethovens „Missa solemnis“.
1988/2000 | Autogrammkarten aus dem Chorprobensaal: Leonard Bernstein („mein Lieblingschor“) und Eric Ericson
2003 | Mstislaw Rostropowitsch hinterlässt musikalische und kalligraphische Spuren.
2009 | Im Oktober sind Mariss Jansons, der BR-Chor und das BRSO in der Basilika zu Waldsassen mit Haydns „Harmoniemesse“ zu Gast. Der Mitschnitt erscheint als eine der ersten Veröffentlichungen des im selben Jahr gegründeten CD-Labels von BR-KLASSIK. Gleichzeitig wird die Welle Bayern 4 Klassik in BR-KLASSIK umbenannt.
2013 | Mehr Happening als Konzert, aber auf jeden Fall ein unvergessenes Erlebnis: Stockhausens „Samstag“ aus „Licht“.
2014 | Echo Klassik („Bestes Ensemble“) für die CD Alfred Schnittke – Konzert für Chor
2014 | Zu Gast bei den Osterfestspielen Salzburg: Christian Thielemann, der BR-Chor und die Sächsische Staatskapelle Dresden musizieren das Mozart-Requiem.

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Galerie der Taktstöcke – die Chefdirigenten

Eugen Jochum wurde 1949 mit Gründung des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks gleichzeitig auch Chefdirigent des BR-Chores. Dieses Amt hatte er bis 1960 inne, kehrte aber auch danach regelmäßig zurück ans Pult von BR-Chor und zum BRSO.
Rafael Kubelík war von 1961 bis 1979 Chefdirigent von BR-Chor und BRSO. Letzte große gemeinsame Projekte waren 1982 Mahlers „Auferstehungssymphonie“, 1984 Haydns „Schöpfung“ und 1985 Mozarts „Don Giovanni“.
Von 1983 bis 1992 leitete Sir Colin Davis den BR-Chor und das BRSO als Chefdirigent.
Lorin Maazel, Chefdirigent von 1993 bis 2002. Sein Debüt bei BR-Chor und BRSO feierte er bereits 1957 im Rahmen eines musica-viva-Konzerts. 1996 dirigierte Maazel die Eröffnung des Prinzregententheaters mit Wagners „Tristan und Isolde“ und 1997 die Uraufführung von Pendereckis Siebter Symphonie („Die sieben Tore von Jerusalem“) in Jerusalem.
Im Dezember 2019 endete mit dem plötzlichen Tod von Mariss Jansons eine Ära. Seit 2003 prägte der lettische Dirigent BR-Chor und BRSO in gefeierten Konzerten nicht nur in München, Luzern und Tokio.
Mit dem „Paradies und der Peri“ haben sie sich kennengelernt. Nun ist Sir Simon Rattle zum designierten Chefdirigenten gekürt worden und tritt das Amt im Sommer 2023 an.
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